Mobiles Arbeiten - Notlösung oder neuer Way of Work? Vorurteile aufgeklärt

Veröffentlicht 25 May 2020
Mobil arbeiten, egal, wo man sich befindet: Was vor der Corona-Pandemie als Benefit gehandhabt wurde, könnte sich nun dauerhaft etablieren - ein Schritt Richtung New Work. Doch wieso wird diese Form der Arbeit erst jetzt in Betracht gezogen, obwohl die Digitalisierung längst Einzug in unseren Alltag gehalten hat? Ein Grund: Viele Unternehmen und Mitarbeiter stehen dem Thema eher abgeneigt gegenüber. Wir klären hartnäckige Vorurteile auf.

Mobiles Arbeiten bedeutet, dass die Mitarbeiter ortsunabhängig arbeiten können, also nicht an die Betriebsstätte des Arbeitgebers gebunden sind. Die meisten arbeiten von zu Hause aus, es ist aber auch im Zug oder im Ausland möglich. Diese Form des Arbeitens ist nicht für jeden Beruf geeignet: Während Bürojobs in der Regel problemlos auch zu Hause ausgeübt werden können, sieht es bei Produktionsjobs anders aus. Das bestätigen auch die Zahlen des IAB-Kurzberichts: Nur 2 % der Beschäftigten in der Produktion (keine Führungskräfte) haben einen theoretischen Zugang zum Home-Office, während es im Vertrieb oder Marketing dagegen 21 % sind. Doch auch das Nutzen dieser Option hält sich in Grenzen, so liegt der Anteil der Produktionsmitarbeiter, die zumindest manchmal im Home-Office arbeiten, bei 5 %. Vertriebler oder Marketer nutzen das regelmäßige Home-Office immerhin zu 36 %.

Doch wieso sind es eigentlich so wenige? Die Meinungen zum Thema mobiles Arbeiten variieren. Während die einen darin einen Segen sehen, ist es für die anderen eine unnötige Vermischung von Privatem und Beruflichem. Jedoch setzen immer mehr Unternehmen Home-Office als Option ein, zum Teil bedingt durch die aktuelle Situation. Prognosen zufolge wird sich diese Art des Arbeitens in Zukunft auch immer weiter als Option durchsetzen. Es ist somit nicht bloß eine Notlösung, die bedingt durch Corona eingesetzt wird. Zeit also, mit den Vorurteilen aufzuräumen.

Videochat im Home-Office

1. "Home-Office macht einen sozialen Austausch schwieriger"

Dieses Vorurteil stimmt bedingt. Natürlich fehlen im dauerhaften Home-Office bzw. im ortsunabhängigen Arbeiten generell kurze Pläuschchen oder persönliche Abstimmungen im Team, dem lässt sich allerdings entgegenwirken. Es gibt diverse Kommunikations- oder Kollaborationstools, mit denen sich Kollegen beispielsweise per Videochat austauschen können. Auch ein Kaffeeklatsch oder ein gemeinsames Mittagessen sind möglich. Dafür ist es erforderlich, sich aktiv darum zu kümmern und Termine festzulegen. Zwar sind persönliche Treffen an der Kaffeemaschine damit nicht zu ersetzen, aber die Option des mobilen Arbeitens ist auch keine zwanghafte Dauerlösung, sondern kann flexibel und in regelmäßigen Abständen (z. B. an einem Tag in der Woche) genutzt werden.

2. "Im Home-Office wird gar nicht richtig gearbeitet"

Eine Vorstellung, die oft Arbeitgeber mit mobilem Arbeiten assoziieren. Dabei ist tatsächlich häufig genau das Gegenteil der Fall: Arbeitnehmer, die mobil arbeiten, machen öfter Überstunden als im Büro und sind produktiver. Manche Mitarbeiter zeigen sich motivierter, was einen psychologischen Hintergrund hat: Denn im Heimbüro fühlt man sich eher verpflichtet, gute Arbeit zeigen zu müssen.

3. "Mobiles Arbeiten erfordert mehr Selbstdisziplin"

Ja, das stimmt tatsächlich. Gerade im Heimbüro ist die Gefahr der Ablenkung höher. Hier noch schnell die Wäsche machen, da ein Telefonat mit einem Freund führen. Dem lässt sich allerdings durch ein gutes Zeitmanagement und strukturiertes Arbeiten entgegenwirken. Dadurch kann regelmäßiges mobiles Arbeiten sogar die eigenen Soft Skills verbessern. Aus jeder Herausforderung wächst eben auch eine Chance.

4. "Durch das Arbeiten im Home-Office verschmelzen Privates und Berufliches"

Auch dieses Vorurteil stimmt bedingt. Natürlich fehlt der aktive Gang ins Büro und auch der Feierabend findet nicht räumlich getrennt statt, jedoch lässt sich auch dieses Gefühl eindämmen. Ein eigener Bereich im Zuhause beispielsweise, der nur zum Arbeiten genutzt wird, oder das Wegräumen der Arbeitsutensilien nach Feierabend können helfen, um das Gefühl des permanenten Arbeitens abzuschwächen.

5. "Home-Office erfordert einen höheren organisatorischen Aufwand"

Kurzfristig mag das stimmen, schließlich muss Equipment aus dem Büro mitgenommen und installiert werden. Zudem muss ggf. die Tagesplanung an die mobile Arbeitssituation angepasst werden, vor allem, wenn die Arbeit nicht fest zu Hause stattfindet, sondern unterwegs. Wer jedoch langfristig auf Home-Office setzt, kann zum Beispiel die Kinderbetreuung oder Termine besser koordinieren, da die Arbeitszeiten flexibler sind.

Die aktuelle Situation zeigt: Das dauerhafte Arbeiten im Home-Office funktioniert reibungslos, zumindest, wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt sind (Etablierung von Tools, Zugang zum VPN etc.). Da die Tendenz steigt und immer mehr Unternehmen diese Option einführen, sollte sich jeder von uns intensiver mit dem Thema befassen. Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen: Stressreduktion, Zeitersparnis, höhere Produktivität, Flexibilität oder eine bessere Work-Life-Balance beispielsweise.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mobiles Arbeiten Vor- und auch Nachteile hat, die es abzuwägen gilt. Jedoch bleibt jedem Arbeitnehmer selbst überlassen, ob er die Option manchmal oder auf Dauer nutzen möchte und jedem Unternehmen, in welcher Form es das mobile Arbeiten anbieten möchte. Home-Office ist eben das, was wir daraus machen.

Sind Sie auf der Suche nach einem Job, bei dem sich Ihnen die Option des Home-Office bietet? Schauen Sie in unsere Jobsuche, viele unserer Kunden setzen bereits auf diesen Way of Work.

 

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