Das Ende von 9 to 5

Was Unternehmen von Freelancern lernen können

Wie die Corona-Pandemie die Arbeitswelt verändert

Die Corona-Pandemie stellte die Unternehmen vor die Wahl: Entweder alle Mitarbeiter ins Home-Office schicken oder die Arbeit einstellen. Auch Betriebe, in denen Arbeiten von zu Hause aus vorher keine Option war, bissen in den sauren Apfel. Einige Wochen später gab es die ersten, erstaunlichen Erkenntnisse: Das ortsunabhängige Arbeiten funktionierte nicht nur, die Produktivität blieb auf einem hohen Niveau oder steigerte sich je nach Mitarbeiter sogar. Auch das Umstellen der Meetings auf virtuelle Kanäle klappte reibungslos.

Arbeitszeiten werden flexibel

Nachdem diese Bastion, die Anwesenheit der Angestellten im Büro, gefallen war, machte die Situation auch Flexibilität in einem anderem "Arbeitsgesetz" nötig. Da die Betreuung der Kinder während der Corona-Krise ebenfalls wegfiel, war es für Eltern fast unmöglich die Bürozeiten einzuhalten. Viele Arbeitgeber hoben daraufhin die Kernarbeitszeiten auf und erlaubten ihren Angestellten, ihre Stunden auch abends und am Wochenende abzuarbeiten.

Ist der 8-Stunden-Arbeitstag überholt?

Das hat eine grundlegende Diskussion über den regulären 8-Stunden-Arbeitstag ausgelöst: Ist es noch nötig, dass Mitarbeiter von 9 bis 17 Uhr arbeiten? Ist es nicht sinnvoller, nach Produktivität statt Stunden bezahlt zu werden? In Schweden sind bereits einige Unternehmen versuchsweise auf einen 6-Stunden-Tag umgestiegen und ein Agentur aus Bielefeld hat die Arbeitszeiten sogar auf 8 bis 13 Uhr reduziert.

Nach Corona fängt eine neue Zeit an

Die Corona-Pandemie hat in vielen Bereichen ein Umdenken bewirkt. Die Arbeitsprozesse sind digitalisiert worden und das Home-Office ist zu einer normalen und regelmäßigen Option geworden. Auch die Arbeitszeiten sind längst nicht mehr so festgefahren wie vor der Pandemie. Und das wird wahrscheinlich auch so bleiben. Die neue Ära der Arbeit hat längst begonnen.

Bielefelder Unternehmen setzt auf 5-Stunden-Tag

13 Uhr. In der Bielefelder Agentur Rheingans Digital Enabler bedeutet das: Feierabend. Chef Lasse Rheingans hat 2017 ein Unternehmen übernommen und als eine der ersten Maßnahmen den 5-Stunden-Tag bei vollem Lohnausgleich eingeführt.

Das bedeutete auch aber eine Veränderung der Prozesse. Meetings wurden eingeschränkt, private Ablenkung wie Facebook oder ein Schwätzchen an der Kaffeemaschine sind nicht erwünscht. Die Mitarbeiter sollen sich in den fünf Stunden auf ihre Arbeit konzentrieren. Und haben dafür um 13 Uhr Feierabend.

Die Angestellten nehmen das gerne in Kauf. Sie holen den privaten Austausch mit den Kollegen häufig nach der Arbeit nach. Freitags klingt die Arbeitswoche mit einem gemeinsamen Mittagessen aus. Nach 13 Uhr.

Nach Produktivität statt Stunden bezahlen: Was Unternehmen von Freelancern lernen können

Mitarbeiter wünschen sich mehr Flexibilität, möchten also ein bisschen mehr wie Freelancer arbeiten. Das hat unsere Studie gezeigt. 65 Prozent der Befragten glauben etwa, dass Arbeitsverträge auf der Erfüllung von Anforderungen basieren sollten und nicht auf der Ableistung von Arbeitsstunden. Das ist häufig auch die Arbeitsweise von Freelancern: Sie werden für ein Projekt gebucht und sollen ein bestimmtes Ergebnis abliefern. Wie lange sie dafür brauchen ist nebensächlich, denn bezahlt wird das Endresultat.

Außerdem wird in der neuen Arbeitswelt eine ausgewogenere Work-Life-Balance erwartet. Freelancern fällt die häufig leichter. Denn sie sind in der Regel an kein Büro gebunden und können am Strand oder im Wohnzimmer arbeiten. Sie sind unsere digitalen Vorreiter und es ist ihnen wichtig, jederzeit und von überall arbeiten zu können. Freelancer suchen sich, wenn sie sich erfolgreich etabliert haben, ihre Aufträge und Auftraggeber aus. Von notwendigen Absprachen abgesehen, erledigen sie ihre Arbeit selbstständig und eigenverantwortlich. Zeitmanagement und Arbeitsorganisation bleibt ihnen selbst überlassen.

In der neuen Situation im Home-Office mussten auch die Angestellten das Arbeiten ganz neu lernen: selbstständiger, weniger Meetings und mit einer eigenen Einteilung ihrer Zeit für die Aufgaben. Dass es nicht schlecht ist, in manchen Dingen den Freelancern nachzueifern, zeigt eine Umfrage des Versicherers HDI, der Selbstständige und Angestellte zu ihrem Job befragt hat: 58 Prozent der Selbstständigen würden sogar weiterarbeiten, wenn sie finanziell ausgesorgt hätten, denn viele Freelancer möchten sich in ihrem Job verwirklichen. So sind bei Freiberuflern dann auch die Interessen ausschlaggebend für die Berufswahl (49 Prozent), während für Angestellte die Zukunftssicherheit und eine gute Verdienstmöglichkeit eine größere Rolle spielt (jeweils 26 Prozent).

Die Ausnahmesituation der vergangenen Monate hat einen Ruck in den Unternehmen ausgelöst: Mit flexibleren Arbeitszeiten, ortsunabhängigem Arbeiten und vielleicht einer Bezahlung nach Produktivität übernehmen die Betriebe viel von den Freelancern für die Arbeitswelt der Zukunft und machen sich dadurch noch attraktiver für neue Mitarbeiter. Denn dann bieten Unternehmen die perfekte Mischung: Eine flexible Arbeitswelt mit sicheren Zukunftsaussichten.

Vorteile als Freelancer

Insel

Ortsunabhängiges Arbeiten

Uhr

Flexible Arbeitszeiten

Idee

Selbstverwirklichung

Aktenkoffer

Eigenverantwortliches Arbeiten

Geld

Häufig höherer Verdienst

Papiere

Auswahl der Aufträge

Nachteile als Freelancer

Risiko

Höheres Risiko bei schwankender Auftragslage

Benefits

Keine Corporate Benefits

Klappboard

Einsamer Arbeitsalltag

Urlaub

Kein Urlaubsanspruch

Pflaster

Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall



 

 

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